23 Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften der Masters in Gera
- 20.07.2026, 12:06
- Von: Axel Werkhausen
Mit einer starken Bilanz von elf Gold-, fünf Silber- und sieben Bronzemedaillen kehrten die Masters der SSF Bonn von den 57. Deutschen Meisterschaften der Masters über die kurzen Strecken zurück. Vom 17. bis 19. Juli 2026 gingen 15 Aktive der SSF im Geraer Hofwiesenbad auf der 50-Meter-Bahn an den Start.
In den Einzelwettbewerben gewannen die Bonnerinnen und Bonner acht Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen. Hinzu kamen drei Titel, zwei zweite und zwei dritte Plätze in den Staffelwettbewerben. Damit überzeugten die SSF-Masters sowohl durch zahlreiche herausragende Einzelleistungen als auch durch ihre mannschaftliche Stärke.
Kate Nicholson mit drei Titeln und ihren besten Zeiten seit dem Wiedereinstieg
Für eines der besonderen sportlichen Highlights der Meisterschaften sorgte Kate Nicholson in der AK 40. Sie gewann die Titel über 100 Meter Freistil in 1:02,46 Minuten, 200 Meter Freistil in 2:20,01 Minuten und 50 Meter Rücken in 34,36 Sekunden. Über 50 Meter Freistil schlug sie in 28,76 Sekunden als Zweite an, über 50 Meter Schmetterling sicherte sie sich in 31,99 Sekunden die Bronzemedaille. Damit stand Kate bei allen fünf Einzelstarts auf dem Podest.
Bemerkenswert waren dabei nicht nur ihre drei deutschen Meistertitel. Auf mehreren Strecken erzielte sie ihre schnellsten Wettkampfzeiten seit ihrem Wiedereinstieg nach der Pandemie im Jahr 2021. Insbesondere die Leistungen über 100 Meter Freistil, 50 Meter Rücken und 50 Meter Schmetterling unterstreichen ihre kontinuierliche sportliche Entwicklung in den vergangenen Jahren. Damit war Kate sowohl hinsichtlich der Medaillenausbeute als auch mit Blick auf ihre individuellen Leistungen die herausragende Bonner Aktive dieser Meisterschaften.
Fünf weitere deutsche Meistertitel im Einzel
Zweimal ganz oben auf dem Siegerpodest stand Margret Hanke in der AK 80. Sie entschied die 100 Meter Rücken in 2:02,71 Minuten sowie die 50 Meter Rücken in 55,01 Sekunden für sich. Hinzu kam die Silbermedaille über 50 Meter Freistil in 45,21 Sekunden.
Ebenfalls zwei deutsche Meistertitel steuerte Ines Marlow in ihrer neuen Altersklasse AK 65 zur erfolgreichen Einzelbilanz bei. Sie gewann sowohl die 100 Meter Freistil in 1:13,10 Minuten als auch die 50 Meter Freistil in 33,15 Sekunden.
Karsten Grote komplettierte die Bonner Einzeltitel mit seinem Sieg über 50 Meter Brust. In der AK 55 schlug er nach 33,85 Sekunden zeitgleich mit Steffen Schmolke vom SC Delphin Wittenberge an, sodass sich beide den deutschen Meistertitel teilten. Über 50 Meter Schmetterling belegte Karsten in 28,97 Sekunden außerdem den vierten Platz.
Weitere Einzelmedaillen und starke Platzierungen
Silke Lübbert aus der AK 45 wurde über 50 Meter Rücken in 35,80 Sekunden Deutsche Vizemeisterin. Auf der doppelten Distanz folgte in 1:21,38 Minuten die Bronzemedaille. Über 50 Meter Freistil belegte sie in 31,53 Sekunden den sechsten Platz.
Alexi Rodosthenous schwamm in der AK 40 über 50 Meter Brust auf das Podest. In 33,48 Sekunden sicherte er sich die Bronzemedaille. Über 50 Meter Schmetterling fehlte ihm als Viertem in 29,00 Sekunden nur eine Position zu einer weiteren Medaille.
Brigitte Obergfell gewann in der AK 70 in 1:54,28 Minuten Bronze über 100 Meter Brust. Über 100 Meter Rücken wurde sie in 1:48,36 Minuten Fünfte.
Markus Löber erreichte in der AK 55 über 100 Meter Rücken in 1:13,17 Minuten ebenfalls den dritten Platz. Über 50 Meter Schmetterling belegte er Rang sechs. Auf seine beiden weiteren vorgesehenen Einzelstarts musste er verzichten.
Christine Klütemeyer erreichte in der AK 45 über 100 Meter Schmetterling in 1:24,02 Minuten und über 200 Meter Lagen in 3:06,61 Minuten jeweils den sechsten Platz.
Bernt Dittrich wurde in der AK 75 über 100 Meter Freistil Vierter, über 50 Meter Freistil Fünfter und über 50 Meter Brust Achter.
Maike Schramm belegte in der AK 70 über 100 und 200 Meter Freistil jeweils den fünften Platz.
Nando Belardi erreichte in der AK 80 über 50 Meter Rücken den fünften Platz. Darüber hinaus absolvierte er die 50 Meter Schmetterling, 200 Meter Freistil und 200 Meter Lagen.
Niels Burkert erzielte in der AK 20 bei allen vier Einzelstarts persönliche Bestzeiten, die seine positive Entwicklung unterstreichen. Seine beste Platzierung erreichte er als 15. über 200 Meter Freistil in 2:15,37 Minuten. Über 50 Meter Schmetterling wurde er 23., über 100 Meter Freistil 26. und über 50 Meter Freistil 35.
Marcus Köhler schwamm in der AK 50 über 50 Meter Schmetterling eine persönliche Bestzeit und belegte Rang 13. Über 50 Meter Freistil wurde er Zwölfter.
Franziska Wierig startete neben ihren Staffeleinsätzen auch über 50 Meter Schmetterling in der AK 25 und erreichte eine Zeit von 36,10 Sekunden.
Drei deutsche Meistertitel mit den Staffeln
Nach den erfolgreichen Einzelwettbewerben bewiesen die SSF-Masters auch in den Staffeln ihre besondere mannschaftliche Stärke. Sieben der zehn angetretenen Bonner Quartette erreichten einen Podestplatz, drei davon gewannen den deutschen Meistertitel.
In der gemischten Staffel über 4 × 50 Meter Lagen der AK 200+ siegten Silke Lübbert, Karsten Grote, Markus Löber und Kate Nicholson in 2:09,19 Minuten.
Auch die Frauenstaffel über 4 × 50 Meter Lagen war in der AK 200+ nicht zu schlagen. Silke Lübbert, Kate Nicholson, Christine Klütemeyer und Ines Marlow sicherten sich in 2:24,18 Minuten den Titel.
Einen besonderen Erfolg feierte zudem die gemischte Staffel über 4 × 100 Meter Lagen der AK 280+. Nando Belardi, Brigitte Obergfell, Maike Schramm und Bernt Dittrich gewannen in 7:45,55 Minuten ebenfalls Gold.
Zwei Silbermedaillen gingen an die Frauenstaffeln der AK 200+. Ines Marlow, Christine Klütemeyer, Silke Lübbert und Kate Nicholson wurden sowohl über 4 × 50 Meter Freistil in 2:06,51 Minuten als auch über 4 × 100 Meter Freistil in 4:46,93 Minuten Deutsche Vizemeisterinnen.
Bronze gewann die Frauenstaffel über 4 × 50 Meter Schmetterling in der AK 160+. Franziska Wierig, Silke Lübbert, Christine Klütemeyer und Kate Nicholson schlugen nach 2:21,70 Minuten an.
Ebenfalls auf den dritten Platz schwamm die gemischte Staffel über 4 × 100 Meter Freistil der AK 280+ mit Brigitte Obergfell, Nando Belardi, Bernt Dittrich und Ines Marlow. Ihre Endzeit betrug 6:20,66 Minuten.
Die gemischte Staffel über 4 × 50 Meter Freistil der AK 280+ mit Ines Marlow, Nando Belardi, Brigitte Obergfell und Bernt Dittrich erreichte Rang fünf.
Zwei weitere Bonner gemischte Staffeln über 4 x 50 Meter Lagen belegten jeweils den sechsten Platz. In der AK 160+ starteten Christine Klütemeyer, Alexi Rodosthenous, Franziska Wierig und Marcus Köhler. Das Quartett der AK 280+ bildeten Nando Belardi, Brigitte Obergfell, Bernt Dittrich und Margret Hanke.
Die gemischte Staffel über 4 × 50 Meter Freistil in der AK 200+ konnte ausfallbedingt nicht antreten.
Eine überzeugende Mannschaftsbilanz
Insgesamt gewannen die SSF-Masters in den Einzelwettbewerben acht Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen. Hinzu kamen drei Titel, zwei zweite und zwei dritte Plätze in den Staffeln. Daraus ergibt sich eine Gesamtbilanz von elf Gold-, fünf Silber- und sieben Bronzemedaillen.
Neben den zahlreichen Medaillen überzeugten die Bonner Aktiven auch mit individuellen Leistungssteigerungen. Die Ergebnisse von Gera zeigen zugleich die große Breite des Teams. Zwischen den jüngsten und ältesten Bonner Teilnehmenden liegen fast sechs Jahrzehnte. Gemeinsam trugen sie mit starken Einzelleistungen, persönlichen Bestzeiten und erfolgreichen Staffeln zu einem überzeugenden Meisterschaftswochenende bei.
































