Viel Kampf, kein Lohn: Dragons unterliegen in Hamburg knapp

Foto: Stefan Wiede

Die 1. Herren der SSF Dragons Bonn haben am Samstagabend beim ETV Hamburg eine knappe 1:2-Niederlage hinnehmen müssen. In einer defensiv geprägten Partie entschieden zwei Aussetzer das Spiel zugunsten der Gastgeber. Bonn blieb bis in die Schlussphase im Rennen, fand offensiv jedoch zu selten die entscheidende Lücke und verpasste auch mit einem sechsten Feldspieler den möglichen Ausgleich.

Von Beginn an war in Hamburg zu spüren, dass sich an diesem Abend zwei Mannschaften gegenüberstanden, die dem Gegner nur wenig Raum überlassen wollten. Beide Teams arbeiteten konzentriert gegen den Ball, hielten die gefährlichen Zonen eng und machten klare Torchancen zur Ausnahme. Die Dragons standen über weite Strecken stabil, konnten ihre Ballgewinne auf dem Weg nach vorne aber nicht konsequent genug in Abschlüsse ummünzen.

Als vieles bereits auf ein torloses erstes Drittel hindeutete, schlugen die Piranhhas kurz vor der Pause zu. Flemming Per Kühl nutzte in der 19. Spielminute einen Bonner Fehler und brachte Hamburg mit 1:0 in Führung. Bitter für die SSF Dragons Bonn: Nach einer weitgehend ausgeglichenen und disziplinierten Anfangsphase ging es mit einem Rückstand in die Kabine.

Auch im zweiten Abschnitt blieb die Begegnung taktisch und körperlich intensiv. In der 34. Spielminute erhöhte Luca Vogel nach Vorlage von Tjorven Dethlefsen auf 2:0. Die Rheinländer ließen sich hier bei einem schnell ausgeführten Freischlag überrumpeln.

Die Antwort der Dragons ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur gut dreieinhalb Minuten später brachte Mikael Kiukkonen die Bonner zurück ins Spiel. Nach Vorarbeit von Felix Künnecke traf er in der 38. Spielminute zum 1:2 und sorgte dafür, dass die Partie vor dem Schlussdrittel wieder völlig offen war. Das zweite Drittel ging damit 1:1 aus – und aus Bonner Sicht war wieder alles möglich.

Im letzten Drittel verteidigte Hamburg seinen knappen Vorsprung mit viel Einsatz, während die SSF Dragons Bonn nach dem Weg zum Ausgleich suchten. Doch die Gäste taten sich weiterhin schwer, vor dem gegnerischen Tor die entscheidende Aktion zu kreieren. In der Endphase erhöhte Bonn noch einmal das Risiko, nahm den Torhüter vom Feld und agierte im Sechs-gegen-fünf. Die Dragons brachten Druck auf das Hamburger Tor, konnten die letzte Lücke aber nicht mehr finden. So lief die Zeit herunter, ohne dass der Kampf zumindest mit einem Punkt belohnt wurde.

Unter dem Strich steht eine vermeidbare 1:2-Niederlage, bei der nicht die defensive Leistung, sondern fehlende Durchschlagskraft und kleine Fehler den Ausschlag geben. Die Dragons stehen damit nach dem 5. Spieltag der 1. Liga auf Rang drei.

Elias Rensing

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