Doppelwochenende endet mit 4 Punkten für die Dragons

Foto: Christiane Döge
- 21.09.2026
3:4 in Dresden: Dragons verlieren knapp nach Verlängerung
Die 1. Herren der SSF Dragons Bonn haben in der 1. Floorball-Bundesliga bei den Unihockey Igels Dresden einen Punkt geholt, den möglichen Auswärtssieg aber knapp verpasst. Am Samstag unterlagen die Bonner in Dresden mit 3:4 nach Verlängerung.
Die Partie begann ausgeglichen, hatte aber früh Tempo und klare Aktionen auf beiden Seiten. Dresden ging durch Patrik Rozkovec nach Vorlage von Cornelius König mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Dragons folgte nur wenig später: Lukas Kucera traf nach Zuspiel von Boran Jäger zum 1:1. Kurz vor der ersten Pause legten die Igels erneut vor, Maarten Mittmann erzielte nach Vorlage von Daniel Hulič das 2:1.
Im zweiten Drittel blieb das Spiel offen. Beide Mannschaften hatten vergleichbare Spielanteile, Bonn suchte geduldig den Weg nach vorne, Dresden blieb über Konter gefährlich. Tore fielen in diesem Abschnitt nicht, sodass die Dragons mit einem knappen Rückstand in das Schlussdrittel gingen.
Dort drehten die Bonner die Partie innerhalb weniger Minuten. Florian Weißkirchen glich nach Vorlage von Lukas Kucera zum 2:2 aus und traf kurz darauf erneut, diesmal nach Zuspiel von Boran Jäger, zur 3:2-Führung der Dragons. Dresden blieb jedoch im Spiel und kam durch Tim Trebal nach Vorarbeit von Jakub Pecha vier Minuten vor der Schlusssirene zum 3:3-Ausgleich.
In der Verlängerung hatten beide Teams Möglichkeiten zur Entscheidung. Den besseren Abschluss setzte schließlich Dresden: Gabriel Bonifacio traf nach Vorlage von Patrik Rozkovec zum 4:3 und sicherte den Igels den Zusatzpunkt.
„Meiner Meinung nach haben wir ein souveränes Spiel abgeliefert. Über weite Strecken haben wir das Spiel kontrolliert und den Takt angegeben“, sagte Boran Jäger nach der Partie. Dresden habe es jedoch geschafft, „durch viele starke Konter und Chaos vor dem Tor“ die Kontrolle zu nehmen. Dadurch seien die Dragons zu passiv geworden und haben „zwei extra Punkte liegen gelassen“.
Headcoach Roope Hyvoonen sieht in diesem Spiel eine wertvolle Lektion für die Zukunft: “On Saturday, we knew exactly what to expect. Dresden are a good and well-coached team with a clear plan. We knew that we needed to be patient with the ball and make them defend for long stretches. In the first period, we gave the ball away too much. In the second period and in the third period, until we took the lead, we were better, but then we started giving the ball away too easily again. That allowed our opponent to even the game and eventually win it in overtime. It is a good lesson for us in terms of what it takes to win these tight games, but overall I’m happy with our performance.”
Auf & Ab in Chemnitz: Dragons mit Comeback-Sieg!
Die 1. Herren der SSF Dragons Bonn beweisen Nervenstärke und feiern einen knappen Auswärtssieg bei den Floor Fighters Chemnitz, der lange offen war, zwischendurch zu kippen drohte und am Ende umso wertvoller wirkte. Beim 7:6 zeigten die Dragons Moral, Ruhe in schwierigen Momenten und genug Abschlussqualität, um einen Zwei-Tore-Rückstand im Schlussdrittel noch zu drehen.
Chemnitz begann druckvoll, hatte viel Ballkontrolle und ging früh in Führung. Bonn fand jedoch schnell eine Antwort: Felix Künnecke traf nach Zuspiel von Jere Hiironen mit einem platzierten Schlenzer in die kurze Ecke zum 1:1. Danach wurden die Dragons stabiler und nutzten ihre Umschaltmomente konsequent.
Das 2:1 fiel nach einem sauber ausgespielten Konter: Florian Weißkirchen schickte Lukas Kucera, der aus aussichtsreicher Position noch einmal querlegte, sodass Weißkirchen nur noch ins leere Tor einschieben musste. Kurz vor der ersten Pause suchte Mikael Kiukkonen dann Jan Zwak in der Mitte. Der abgefälschte Pass flog in den hohen Slot, wo Zwak einlief und den Ball eiskalt und traumhaft per Volley in die Maschen knallte – Traumtor!
Auch der Start ins zweite Drittel gehörte Bonn. Wieder war es Jan Zwak, der den Ball an der Mittellinie eroberte, allein auf das Chemnitzer Tor zu rannte und per Handgelenksschuss in den rechten Winkel zum 4:1 traf. Doch die Bonner konnten diesen komfortablen Zwischenstand nicht halten. Chemnitz erhöhte den Druck, gewann mehr zweite Bälle und nutzte Bonner Ballverluste konsequent. Valentin Müller, Viljami Hana und Hannes Langenstraß brachten die Gastgeber bis zur zweiten Pause zurück – 4:4.
Im Schlussdrittel kippte das Spiel zunächst weiter in Richtung Chemnitz. Magnus-Ernst Scholz traf zum 5:4, kurz darauf nutzte Miro Valkonen ein Powerplay zum 6:4. Bonn lag zwei Tore zurück, doch die Dragons blieben im Spiel. Adrian Stein zog rechts an der Bande das Tempo an, umkurvte seinen Chemnitzer Gegenspieler und traf aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 5:6. Knapp drei Minuten später fand Youngster Boran Jäger dann den freistehenden Weißkirchen in der Mitte, der per Direktschuss abzog. Sein Schuss schlug hoch im Chemnitzer Kasten ein, und der Rückstand war dahin!
Doch damit nicht genug. Wieder war es Jäger, der das entscheidende Zuspiel lieferte. Dieses Mal auf Adrian Stein, der vier Minuten vor Schluss im Eins-gegen-eins cool blieb und seinen Schlenzer vorbei am Block im linken Winkel unterbrachte. Chemnitz zog in der Schlussphase den Torhüter und versuchte es mit sechs Feldspielern, doch Mats Wendtland krönte eine starke Leistung zwischen den Pfosten und ließ keinen Ball mehr passieren. Bonn verteidigte konzentriert und brachte den Vorsprung über die Zeit.
„Nach der bitteren Overtime-Niederlage gegen Dresden wollten wir heute unbedingt eine Reaktion zeigen“, sagte Matchwinner Adrian Stein nach dem Spiel. „Gegen ein starkes Chemnitz haben wir diesmal die Nerven behalten und konnten einen Zwei-Tore-Rückstand im letzten Drittel aufholen und uns somit drei sehr wichtige Punkte sichern.“
Auch Hyvönen ordnete den Erfolg klar ein: „Sunday’s game, as expected, was a completely different game picture, with Chemnitz having a lot of ball control and pressing us high. The first period was good from us. We could keep them out of the most dangerous scoring areas and used our chances effectively.“ Besonders die Reaktion im Schlussdrittel hob der Coach hervor: „Our big players showed why they are big and turned the game for us. We survived our opponent’s good 6v5 and got three points, which we value within our team a lot. Overall, a four-point weekend is good to build on.“
Mit dem Sieg schließen die SSF Dragons Bonn ihr Doppelwochenende mit vier Punkten ab. In der Tabelle stehen die Dragons damit wieder an der Spitze – punktgleich mit dem MFBC, DHfK Leipzig und Holzbüttgen, aber aufgrund des besseren Torverhältnisses knapp vorne.
Elias Rensing













