Para-Leichtathletik WM in London: Alhassane Balde fährt zur Bronze Medaille

Alhassane Balde
Alhassane Baldé (Foto: Beat Fäh)

Vom 14 bis 23. Juli kämpfen die Weltbesten Para-Leichtathleten in London um Titel und Medaillen. Die SSF-Athleten Annika Zeyen und Alhassane Balde aus der Trainingsgruppe von Alois Gmeiner gehören zum Deutschen Team in London. Beide sind international erfahrene Parasportler, allerdings hat Annika bisher mit der Deutschen Rollstuhl Basketball Mannschaft  auf internationalen Parkett gespielt und kann auf eine erfolgreiche Kariere zurück schauen. Alhassane gehört seit Jahren zu dem weltbesten Rennrollstuhlfahren. In London erwarten die Sportler eine stimmungsvolle Atmosphäre und optimale Bedingungen. Nach Aussage der Organisatoren sind für die 9 Wettkampftage bereits 250,000 Tickets verkauft und damit können sich die Sportler auf ein volles Stadion freuen.

Alhassane Balde übertrifft alle Erwartungen und fährt über 1500m zur Bronze Medaille

Der Vorlauf am Sonntagvormittag war noch von der Taktik bestimmt, und Alhassane erreichte mit einer starken Schlussphase das Finale über 1500m. Nachdem die WM Vorbereitung auf Grund einer Rückenverletzung nicht optimal verlief , war schon das Erreichen des Finallaufs ein großer Erfolg für Alhassane. Am Abend sollten die Karten dann aber noch einmal neu gemischt werden. Vor der Kulisse von 35.000 Zuschauern wurde um jeden Zentimeter gekämpft und die Abstände zwischen den Athleten waren denkbar knapp. In 3:04,61 kam Alhassane 3 Zehntel  hinter seinem Trainingskollegen Marcel Hug und nur drei Hundertstel hinter Yassine Gharbi als Dritter ins Ziel. Nach dem Rennen beschrieb Alhassane Balde die Stimmung in London als überwältigend und dankte ganz besonders seinem Trainer Alois Gmeiner für seine Arbeit. „ So viel Zeit, Energie und Motivation in die tägliche Trainingseinheit zu investieren ist nicht selbstverständlich.“

Nach dieser erfolgreichen Nacht fehlte Alhassane beim heutigen 800m Rennen ein wenig die Kraft und er verfehlte als Vorlauf Vierter das Finale.

Annika Zeyen erreichte bei ihrem ersten WM Start das Finale.

Annika suchte nach ihrer erfolgreichen Kariere im Rollstuhlbasketballim Herbst 2016 eine neue sportliche Herausforderung und schloss sich er Trainingsgruppe von Alois Gmeiner an. Nach nur acht Monaten im Rennrollstuhl war es für Annika schon ein großer Erfolg die Norm für die WM geschafft zu haben. Bei ihrem ersten Start in London erreichte sie dann auf Anhieb das Finale und belegt über 200m einen sehr guten achten Platz.

Alle Informationen über die Titelkämpfen sind im Internet zu finden.

Ute Pilger

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