Eine sympathische Sportlerin sagt leise adieu

Goldmedaille für Lena Schöneborn bei der Weltmeisterschaften im Modernen Fünfkampf 2015 in Berlin (Foto: M. Schramm)

Mit 31 Jahren beendet Lena Schöneborn ihre sportliche Laufbahn und freut sich auf einem neuen Lebensabschnitt.

Es gibt nur wenige Sportler und Sportlerinnen die ihre Sportart so geprägt haben wie Lena Schöneborn den Modernen Fünfkampf. Mit 14 Jahren enddeckte Lena die Vielseitigkeit des Fünfkampfs für sich. Den Einstieg schaffte sie bei der Nachwuchsmannschaft der SSF Fünfkämpfer und blieb ihren SSF immer treu, auch wenn ihr Lebens- und Trainingsmittelpunkt seit vielen Jahren in Berlin ist.

Als 17-Jährige gab sie ihr Debüt im Weltcup und mit 18 Jahren wurde sie erstmals Junioren Weltmeisterin und holte mit der Staffel Gold bei den Weltmeisterschaften.

2008 folgte dann der größte Erfolg, Lena wurde mit 20 Jahren Olympiasiegerin. Diese Medaille war nach dem Erfolg von Gotthardt Handrick 1936 in Berlin die erste Medaille für die deutschen Fünfkämpfer nach 72 Jahren und machte Lena zum Star in ihrer Sportart.

Bis zum Ende ihrer Kariere folgten dann noch zahlreiche Weltcupsiege, 7 Weltmeistertitel und 6 Europameistertitel, dazu unzählige Deutsche Meisterschaften und zahlreiche Ehrungen.

Mit dem Gewinn des WM Titels 2015 bei der Heim WM in Berlin erfüllte sich für Lena ein weiterer sportlicher Traum.

17 Jahre Leistungssport waren geprägt von zahlreichen schönen und unvergesslichen Momenten und Erfolgen, unendlich vielen Trainingsstunden, vielen strapaziösen Wettkämpfen aber auch großen oder kleineren Misserfolgen. Mit ihrem Einsatzwillen und ihrem fokussierten Auftreten bei Wettkämpfen war und ist Lena ein Vorbild für zahlreiche Nachwuchssportler. Dies hat sie auch immer wieder an die Mitglieder des SSF Perspektivteams weitergegeben.

Es ist schön, wenn eine so sympathische Sportlerin wie Lena nach 17 Jahren Leistungssport zufrieden zurückschaut und sich auf ein Leben ohne den Leistungssport freut.

Wir wünschen Lena alles Gute und viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg.

Ute Pilger

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