Alhassanes zweiter Streich in London

Alhassane Balde
Alhassane Baldé (Foto: Fabian Ewert Design)

Am letzten Tag der IPC Leichtathletik Weltmeisterschaften in London konnte Alhassane Balde` über 5000 m eine weitere Bronze Medaille gewinnen. Drei Rennen, zwei Bronze Medaillen: besser hätte die WM für Alhassane kaum „rollen" können. Die beiden Medaillen sind für ihn und seinen Trainer Alois Gmeiner eine große Überraschung.
Auf Grund von Rückenproblemen konnte Alhassane zweieinhalb Monate nur mit einem Handbike trainieren und zeitweise war sogar die WM Teilnahme in Gefahr. Im Vorfeld der WM hatten beide die Zielsetzung deutlich geringer angesetzt als ursprünglich geplant. Realistisch erschien es, einen oder zwei Finalläufe zu erreichen.
Bereits zum WM Start konnte Alhassane über 1500 m diese Zielsetzung locker erfüllen und mit seiner ersten WM Medaille deutlich überbieten. Nach einem schlechten Start verpasste Alhassane leider das Finale über 800m sehr knapp. Die Wettkampf freien Tage nutzte Alhassane für eine optimale Vorbereitung auf die 5000 m Strecke. Den Vorlauf am Samstag konnte er sehr kontrolliert fahren und erreichte das Finale problemlos. Am Sonntag lief dann alles nach Plan und die zweite Überraschung war Alhassane geglückt. Hinter Weltrekordhalter Marcel Hug und dem Thailänder Rawat Tana belegte Alhassane in 11:11,92 Minuten den dritten Platz.
Auch die zweite Bonner Athletin Annika Zeyen hat sich in London prächtig geschlagen. Die ehemalige Rollstuhlbasketballerin fährt erst seit 9 Monaten Rennrollstuhl und erreichte in London auf Anhieb drei TOP-TEN Platzierungen.
Mit Vorfreude auf die Heim EM 2018 in Berlin sagte SSF Coach Alois Gmeiner dem Bonner General Anzeiger: “Ich bin unheimlich stolz auf meine Athleten. Bonn ist damit Deutschlands Standort Nummer eins im Rennrollstuhlfahren“

Ute Pilger

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